Salatvielfalt von der Johannishöhe

SchülerInnen der „Topas“-Gruppe von der Grundschule Grumbach haben im Frühjahr diesen Jahres 24 verschiedene Salatsorten ausgesät – jedes Kind eine Sorte: Marthe, Goldforelle, bunte Forelle, Maidivi, Trianon…
Nach anfänglichen Schwierigkeiten – manche Samen gingen nicht auf, manche Salate sind gleich geschossen – wuchsen die Salate, nachdem sie von den Kindern ins Hochbeet gepflanzt worden waren, prächtig.
Jedes Kind hat ein kleines Tagebuch für seine Salate anglegt. Schon bei der Aussaat konnten die Kinder die Unterschiede zwischen den Salaten sehen: kleine Samen, größere, dunkle oder helle. Aber bei der Ernte zeigte es sich noch einmal sehr deutlich: Die einen Salate waren Frühlingssalate und begannen gerade nach oben zu wachsen – wir hätten sie schon eine Woche eher essen sollen; aber da waren alle Kinder im Schullandheim. Die anderen Salate waren hatten rot gesprenkelte oder feste Blätter; die einen wuchsen als Kopf die nächsten wieder wie ein Oval nach oben.
Zum Abschlussfest der Topase wurden viele der Salate geerntet. Einige lassen wir jetzt über den Sommer stehen, um am Ende den Kreis zu schließen und die Samen zu ernten.

Vielfalt zum Beobachten

Dieses Jahr ist mein persönliches Jahr der Artenvielfalt. Vor gut drei Wochen habe ich bei einer Fahrradtour nach Pohrsdorf sechs junge Füchse an ihrem Bau gesehen. Das war ein wunderbares Erlebnis. Gut zehn Tage später komme ich abends vom Verwaltungsausschuss und sehe wie ein großer Vogel vor mir in die Bäume fliegt. Mit etwas Licht schaue ich genau hin und traue meinen Augen nicht: Eine Schleiereule; die erwarte ich schon seit vielen Jahren. Und zu guter letzt haben wir hier in den letzten drei Wochen vier überwinterte Igel bei uns ausgewildert.

Wenn wir zum Tag der Artenvielfalt am Sonntag einladen, wird man nicht ganz so spektakuläre Funde machen. Doch die Überraschungen liegen am Wegesrand. Letztes Jahr haben wir sogar zwei Ohren aus dem Getreidefeld „rausgucken“ sehen.

Am Sonntag ab 10 Uhr gehen kleine Gruppen auf Exkursion und werden Pflanzen bestimmen und nach Tierspuren suchen. Alle Ergebnisse werden über ein Computerprogramm zusammmengestellt. Damit beteiligen wir uns am GEO-Tag der Artenvielfalt 2015. Ich bin schon ganz gespannt.

Obertongesang, Kommunikation und Dengeltechnik

Die ersten Veranstaltungen der Johannishöhe in diesem Jahr hatten eine sehr gute Resonanz. Kürzlich ist das Bienenseminar mit vielen motivierten Imker*innen zu Ende gegangen. Mit diesem Schwung gehen wir in den zweiten Teil des Frühjahrs.

Zu Pfingsten, 22.-24. Mai, ist der Musiker Gabriel Jaginiak bei uns, um mit Interessierten einen Workshop zu Mantren und zum Obertongesang zu machen. Hier geht es darum die eigene Stimme wahrzunehmen und weiterzuentwickeln. Mit Gabriel wird auf jeden Fall auch viel gelacht.

Am 6. Juni zaubert Hendrike Wertpfennig  aus essbaren Wildkräutern Köstlichkeiten. Mit Hendrike nähert man sich respektvoll den Pflanzen und erfährt dabei ihre Mythen und Zauberkräfte.

Das traditionelle Seminar „Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation“ mit Simone Thalheim findet dieses Jahr vom 19.-21. Juni statt.

Am 28. Juni führen Jens Weber und Jörg Klein beim Sensenseminar in die Technik des Sensens und des Degelns ein.

Auch im Sommer gibt es noch einige spannende Dinge bei uns zu entdecken. Etwa das Gerben mit der Naturcamp Dresden oder der Permadesign-Kurs.

„Natur vor Ort“ – Familienexkursionen in Tharandt

In den kommenden zwei Monaten laden wir zu mehreren Exkursionen „Natur vor Ort“ in Tharandt und auf die Johannishöhe ein.

17. April – Vogelexkursion / Beginn 17 Uhr
8. Mai – Kräuterwanderung / Beginn 16 Uhr
5. Juni – Schmetterlinge und Falter / Beginn 17 Uhr

An diesen Freitagnachmittagen sind ganz besonders Familien, also Kinder mit Eltern eingeladen.
Treffpunkt ist immer der Naturmarktparkplatz in Tharandt.

Am Sonntag, 31. Mai, ist der Tag der Artenvielfalt: Das ist ein Höhepunkt, der vor allem Jugendliche und ihre Eltern ansprechen soll. Fährtenleser und Technikfreak Holger Rölke ist eingeladen. Das war letztes Jahr eine sehr spannende Angelegenheit. Ich kann alle Eltern, die ihre Kinder nicht vom Smartphone wegkriegen, ermuntern zu kommen.

Trotz aller Spontanität, macht es uns die Planung leichter, wenn ihr euch/Sie kurz bescheid sagt, dass und mit wie vielen Menschen ihr kommen werdet.

Saatguttauschbörsen waren gut besucht

Inzwischen haben fast alle Saatguttauschbörsen in Sachsen stattgefunden. In allen Orten wurde viel getauscht – sowohl Saatgut also auch Erfahrung und Wissen.
Hier einige Rückblicke: In Gohrisch war die Börse das erste Mal und es waren 12 GärtnerInnen vor Ort.
In Tharandt waren etwa 80 Menschen, die sich auch über Wildbienen, ihre Nahrung und ihre Wohnungssituation informiert haben.
In Bautzen und Leipzig waren über jeweils 200 Menschen, und die Leipziger denken über einen größeren Veranstaltungsraum nach.

Wir suchen für 2016 noch Organisator*innen im Westerzgebirge, Vogtland und in Nordsachsen. Wer also Lust hat, sich in das Tauschgeschehen einzubringen, schickt uns eine E-Mail. Im November erhaltet Ihr dann von uns die Anfrage, wann die Börsen stattfinden sollen, und wir drucken alle Termine der Saatguttauschbörsen auf eine Postkarte.

Saatguttauschbörse in Tharandt am 28. Februar 2015

Saatgut, Sorten und Erfahrungen austauschen

mit Initialvortrag zu Wildbienen

Das Netzwerk „Lebendige Vielfalt“ veranstaltet in diesem Jahr wieder nichtkommerzielle Saatguttauschbörsen für Gärtnerinnen und Gärtner.
Eine davon findet am 28. Februar 2015, von 14-16 Uhr in Tharandt in der Kuppelhalle, Pienner Straße 13 statt. 

Wildbienen, deren Bestäubungsvorlieben und unsere Gartenblumen werden zu Beginn von Dr. Andreas Scholz, Enthomologe und Absolvent der Tharandter Forstwissenschaften unter die Lupe genommen. Wildbienen tragen zu einem nicht unerheblichen Teil zur Bestäubung unserer Gartenpflanzen bei. Deshalb brauchen sie nicht nur Überwinterungsmöglichkeiten, sondern auch genügend Nahrung in unseren Gärten wenn die großen Blühperioden, Obst-, Raps- und Lindenblüte vorbei sind. Dr. A. Scholz wird die Vielfalt der Wildbienen
vorstellen und wie wir ihren Bedürfnissen in unseren Gärten gerecht werden können.

Danach kann in der Kuppelhalle direkt von Mensch zu Mensch getauscht werden. Dabei können Erfahrungen über die Aussaat und Aufzucht, über die Verwendung in der Küche oder als Heilmittel ausgetauscht werden. Willkommen ist auch, wer in diesem Jahr noch kein eigenes Saatgut zum Tauschen mitbringen kann. Verfügbares Saatgut wird gern weitergegeben: zum Kennenlernen, Weitervermehren und Tauschen im Folgejahr!

Weiterlesen →

Ein gutes, kraftvolles Jahr 2015

Wir wünschen Euch und Ihnen viel Kraft und Mut für das kommende Jahr!

Beides werden wir weiterhin brauchen, um an einer ökologischen und sozialen Entwicklung unserer Gesellschaft mitzuwirken.

Zum einen unser Aufruf an alle Leser dieser Seite sich an der Demo „Wir haben es satt“ 2015 persönlich zu beteiligen. Im Fokus steht dieses Jahr die Massentierhaltung – gegen die in einigen Regionen durchaus Erfolge erzielt wurden, die Gentechnik und das über allem schwebende Schwert TTIP, das Handels- und Investitionsabkommen zwischen Europa und den USA.

Bewegt hat uns in den letzen Wochen die Ankunft einiger Flüchtlinge in Tharandt. Wir sind froh, dass es in Tharandt eine positive, solidarische Stimmung zu ihnen gibt.

So langsam gestaltet sich unser Programm für 2015. Es sind noch nicht alle Veranstaltungen online, aber die meisten. Schauen Sie doch mal rein.

Der Herbst bei uns

Interessierte Leser könnten denken, bei uns ist es ruhig geworden. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Zum 8. Bauern-, Imker- und Verbrauchertag „Vielfalt ohne Gentechnik“ am 19.11.14 sind 130 Menschen gekommen. Wir haben diese Veranstaltung maßgeblich mitorganisiert.  Nun stehen die Vorbereitung für das Seminarprogramm 2015 und die Organisation der Saatguttauschbörsen an.

Auch das geerntete Saatgut wird jetzt gereinigt und für den Verkauf im nächsten Jahr vorbereitet.

Am 18. Dezember 2014 ab 15.30 Uhr gibt die Gelegenheit mit uns Plätzchen zu backen, und am 21.12.14 feiern wir wie jedes  Jahr die Sonnenwende und freuen uns, dass es in den nachfolgenden Tagen langsam wieder heller wird.

Stadtfest Tharandt

Zum Stadtfest Tharandt (1): Naturmarktfest!

Am Wochenende vom 3. – 5. Oktober 2014 lädt Tharandt wieder zu einem Stadtfest der besonderen Art ein.

Wir beteiligen uns mit dem schon traditionellen Naturmarktfest am Samstag, 4. Oktober, von 9-16 Uhr als auch mit einem E-Mobil-Treffen am gleichen Tag von 16-19 Uhr. Aber der Reihe nach:

Am Vormittag des Samstages ist gewohntes Markttreiben. Ab 11 Uhr wird die Bühne mit der Zaubershow von Chandro eröffnet. An diesem Tag begleitet uns die Band Shuriaki aus Dresden mit Liedern und Instrumentalmusik aus Osteuropa. Dazwischen gibt es kleinere Aufführungen von Künstler_innen der Region.

Die Markttreibenden haben wieder einige Besonderheiten vorbereitet: Apfelsaft pressen, Fischsuppe, Roster, und einiges mehr.

Den Bühnenplan finden Sie hier: Weiterlesen →

Zum Stadtfest (2): E-Mobile elektrisieren Tharandt

Elektromobile zum Anfassen und Erleben.

Am 4. Oktober werden von 16-19 Uhr auf dem Naturmarkt- Parkplatz Elektromobile der älteren und neueren Art zu erleben sein. Die
engagierten E-Mobilisten beantworten gerne Fragen und es wird sicher auch die eine oder andere Testfahrt möglich sein.
Für Kinder dreht sich in dieser Zeit auch das Rad auf dem Platz.