Saatgut braucht Wasser

Um die Saatgut- und Kräutergärtnerei auf der Johannishöhe auch in trockenen Sommern absichern zu können, soll ein größeres Wasserspeichersystem entstehen.

Dafür benötigen wir die Hilfe unserer Saatgutkundschaft.

In erster Linie setzen wir auf Ihre finanziellen Beiträge zum Bau des Wasserspeichers. Es sind Kosten, die uns der Klimawandel verursacht. Mit solchen Kosten haben wir vor zwei Jahren noch nicht gerechnet.

Kleine und große Beträge helfen, die notwendige Summe für den Bau aufzubringen. Wir sichern zu, die finanziellen Mittel ausschließlich zweckgebunden zu verwenden.

Die Ausgangslage

Seit mehr als zehn Jahren gibt es unseren Landwirtschaftsbetrieb. Unser Garten ist reichlich 4000 m² groß. Dort wachsen über 200 verschiedene Kulturpflanzenarten und -sorten. Wir haben unsere Gärtnerei u.a. auf regionales samenfestes Saatgut spezialisiert. Inzwischen befinden sich in unserem Feldgarten mehr als 80 Gemüsesorten in der Vermehrung. Das Saatgut gibt es im regionalen Naturkosthandel, auf dem Naturmarkt Tharandter Wald oder online bei Samenbau-Nordost.

Auch engagieren wir uns in der Erhaltung “alter” Kulturpflanzensorten. Etwa 30 Sorten, die wir vermehren, sind Sorten mit Seltenheitswert. Teilweise sind es regionale Züchtungen, wie die Bautzner Kastengurke oder die Zwiebel “Dresdner Plattrunde” andere Sorten stehen auf der Roten-Liste der Kulturpflanzen oder werden sogar als “verschollen” bewertet.

Die letzten drei Sommer waren in unserer Region extrem trocken. Das wird von den Klimaforschern auch für die kommenden Jahre vorhergesagt.

Wir haben auf der Johannishöhe ausschließlich eine Wasserversorgung aus eigener Quelle – das Wasser muss für Menschen, Tiere und Pflanzen reichen. In den letzten Sommern bedeutete das, dass manche Kulturen nicht in dem Maße bewässert werden konnten, wie es für die Ausbildung von fruchtbaren Saatgut notwendig ist. Manche Sorten werden Sie daher im 2021er Sortiment vermissen.

Wir brauchen im Sommer mehr Wasser zur Bewässerung. Dafür haben wir mittlerweile verschiedene Varianten in Erwägung gezogen.

Die Lösungsmöglichkeiten

Wasser sparen

Sparsamer Umgang mit begrenzten Ressourcen ist für uns selbstverständlich. Doch sind die Maßnahmen begrenzt:

So gibt es eine Tröpfchenbewässerung im Garten, eine wassersparsame Waschmaschine. Letztens Jahr haben wir deshalb eine weitere Komposttoilette für den Außenbereich gebaut.

Anschluss ans Wassernetz

Ein Anschluss ans öffentliche Wassernetz würde nach telefonischer Information des Wasserversorgers einen sechsstelligen Betrag verschlingen. Er passt nicht zu unserem Anspruch, mit möglichst lokalen und regionalen Ressourcen zu arbeiten. Wenn alle anderen Möglichkeiten auf Dauer keinen Erfolg zeigen, bleibt das Wassernetz als letzte Möglichkeit.

Erweiterung des Brunnens

Eine Vertiefung unseres Brunnens ist ebenfalls teuer und mit ungewissem Erfolg. Experten haben uns davon eher abgeraten.

Wasserspeicherung

Im Herbst und im Winter liefert unsere Quelle bisher viel mehr Wasser als wir auf der Johannishöhe benötigen. Mittels eines großen Wasserspeichers kann es im Zusammenwirken mit weiterhin sparsamen Umgang mit Wasser gelingen, die für die Saatgut- und Kräutergärtnerei verfügbare Wassermenge insbesondere im Frühjahr signifikant zu erhöhen.

Regenwassernutzung

Bislang lassen wir das Regenwasser ungenutzt auf dem Gelände versickern. Mit der Einbindung der Dachentwässerungen in ein System der Wasserspeicherung lassen sich insbesondere sommerliche Gewitterregen auffangen. Damit wird auch eine Regenwasserrückhaltung bei Starkregenereignissen erreicht.

Der Plan

Wir haben uns entschieden, eine Kombination aus Wasserspeicher und Regenwassernutzung zu bauen. Damit können wir ganzjährig Wasserüberschüsse zurückhalten und in der Hauptsaison für die Bewässerung nutzen.

Wir wollen eine große Zisterne und das dazugehörige Rohr- und Pumpsystems anlegen.

Der Stand der Dinge

Wir sind noch in der Planung. Von einem befreundeten Wasserbauer werden wir beraten und haben gemeinsam die grundsätzliche Auslegung des Systems erarbeitet:

  • eine Zisterne für 75 bis 100 m³ Wasser
  • Einbindung der Dachentwässerung von Haus und Nebengebäuden
  • die Zisterne wird im freien Fall befüllt, dementsprechend muss das Nutzwasser zur Bewässerung in den Garten gepumpt werden

In der jetzigen Planungsphase rechnen wir mit Kosten von bis zu 35.000 Euro – 20.000 € für den Wasserspeicher, 12.000 für die Leitungsverlegung und 3.000 € für Pumpen und weiteres Zubehör. Die Kalkulation wird im Laufe der Planung noch präziser.

Als nächstes beginnen wir mit Vermessungsarbeiten. Danach kann der genaue Verlauf der Leitungen und der Platz sowie die Größe der Zisterne festgelegt werden.

So können Sie unser Projekt unterstützen

Wir haben uns dagegen entschieden, die Kosten für unser Wassersystem über eine Erhöhung der Saatgutpreise zu erwirtschaften. Wir setzen darauf, dass die Käufer unseres Saatgutes auf freiwilliger Grundlage einen Beitrag zur Errichtung unserer Wasserspeicherungsanlage leisten und damit ermöglichen, dass es weiterhin regionales und samenfestes Saatgut von der Johannishöhe im Handel gibt.

Bei der Zahlung über Paypal entstehen uns neben den normalen Kontogebühren auch noch die Transaktionskosten von Paypal. Diese sind insbesondere bei kleineren Beträgen nicht zu unterschätzen. So werden bei einer Überweisung von 1 Euro etwa 37 Cent fällig, bei 10 Euro sind das etwa 60 Cent und bei 100 Euro 2,84 Euro.

> Wenn Sie lieber ohne Paypal direkt überweisen wollen, erfahren Sie hier unsere Kontoverbindung. Zum Schutz gegen Missbrauch ist die verlinkte Seite passwortgeschützt. Verwenden Sie als Kennwort bitte: Wasser2021

Empfängerin der Beträge ist in beiden Fällen der Landwirtschaftsbetrieb Johannishöhe GbR. Es sind keine steuerbegünstigten Spenden. Wir müssen diese Beträge genau wie Einnahmen verrechnen.

Andere Möglichkeiten der Hilfe sind Sachleistungen z.B. bei den praktischen Arbeiten. Dafür setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung, da es dabei immer einer individuellen Abstimmung bedarf.

Vielen Dank für die Unterstützung!