Die Johannishöhe

Wer wir sind

Seit 2010 gestalten wir – Christoph und Franka, Jens und Milana –  die Geschicke der Johannishöhe. Im Verein der Johannishöhe sind wir Vereinsvorstand oder- mitglieder, im Landwirtschaftsbetrieb selbstständige Unternehmer*innen, privat sind wir zwei Familien: Milana und Jens mit Arvid sowie Franka und Christoph mit Ronja.

Das Haus der Johannishöhe haben wir in den 90iger Jahren saniert und zum Umweltbildungshaus umgebaut. Es ist ein großer Seminarraum mit einer Seminarküche entstanden.

Neben viel Wärmedämmung haben wir es mit damals zukunftsweisender Infrastruktur ausgestattet:  Holzvergaserheizung, Solarkollektoren, Photovoltaik, Pflanzenkläranlage und Komposttoilette. Zu dieser Zeit waren  das noch Pioniertechnik  – heute ist vieles davon in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Holzvergaserheizungen sind ökologisch gesehen inzwischen nur noch die zweitbeste Lösung.
Leider fristen die Kompost- und Trockentrenntoiletten immer noch ein gesellschaftliches Nischendasein.

Was wir machen

Unsere Schwerpunkte sind:

  1. Umweltbildung
  2. ökologische Landwirtschaft
  3. Erhalt der Kulturpflanzenvielfalt

Unsere Bildungsveranstaltungen

Wir bieten Bildungsveranstaltungen zu ökologischen Themen in unterschiedlichen Formaten und verschiedene Zielgruppen an. Aktuell sind es vor allem Themen rund um ökologische Landbewirtschaftung und Landnutzung. Bei uns kann zum Beispiel das Herstellen des eigenen Saatgutes oder die Funktionsweise einer Komposttoilette näher kennengelernt werden.

Wir engagieren uns außerdem noch in anderen Vereinen z.B. für die Jungen Naturwächter Freital-Tharandt der Naturschutzstation Osterzgebirge.

Der “Naturmarkt Tharandter Wald” mit Angeboten von DirektvermarkterInnen und HandwerkerInnen der Region wird von uns organisiert und durchgeführt. Im weitesten Sinne sehen wir ihn als niederschwelliges Angebot ökologischer Bildung z.B für regionale Wirtschaftskreisläufe oder eigenständige Angebote z.B Tomatenvielfalt oder Lupinenverarbeitung.

Ökologische Landwirtschaft

Ein weiteres Betätigungsfeld ist die Bewirtschaftung unserer landwirtschaftlichen Flächen nach den Richtlinien der ökologischen Landbaus. Dazu gehören ca. 14 ha Acker und 2,2 ha Grünland und 4000 m² Garten. Aus den Ernteprodukten dieser Flächen haben wir in den letzten Jahren mehrere Produkte kreiert – angefangen von etwa 120 verschiedenen Saatgutsorten über verschiedene Getreidearten bis hinzu Speiseölen und Lupinenprodukten. Natürlich müssen wir uns dann auch um die Vermarktung kümmern.

Wir lieben eine lebendige Kulturlandschaft: z.B Hecken und Obstbäume zwischen unseren Feldern als strukturgebende Elemente. Wir nutzen auch unsere Obstbäume und die Pflanzen in der Hecke. Doch bieten sie gleichzeitig Raum für mehr Artenvielfalt.

Uns ist es ein Anliegen, im Allgemeinen eine ökologische Gestaltung der Land(wirt)schaft zu fördern. Deshalb sind wir Mitglied in der AbL -Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.

Erhalt von vergessenen Kulturpflanzensorten

Um die Kulturpflanzenvielfalt zu fördern, vermehren und verkaufen wir Saatgut . In unserem Sortiment sind einige Sorten, die auf der roten Liste der Kulturpflanzen stehen. Wir wollen aktiv dazu beitragen, dass diese Arten nicht verloren gehen und die Vielfalt erhalten bleibt.

Der Erhalt und die Rekultivierung von alten Sorten braucht jahrelange Ausdauer. Für diese Kultursorten müssen immer wieder Bonituren durchgeführt werden. Das sind zum Beispiel der Vergleich von Form und Größe, der vergleich des Geschmacks einzelner Sorten, um die “Besten” zur sortenbeschreibung passenden pflanzen für die weitere Vermehrung auszusuchen. Zum Austausch und zur Vernetzung sind wir Mitglied im VERN Brandenburg – Verein zur Erhaltung und Rekultivierung der Nautzpflanzenvielfalt

Wir von der Johannishöhe versuchen, soweit es möglich ist, einen ökologischen Lebensstil zu fördern und durch unsere Arbeit zu unterstützen.

Unsere Haltung 

Im Laufe der Jahre waren bei uns Menschen aus vielen Ländern dieser Erde zu Gast. Manche nur kurz, andere länger. Manche haben sich in einem Seminar weitergebildet, andere haben hier von einigen Wochen bis zu mehr als einem Jahr hier gelebt, mitgearbeitet und sich eingebracht. Dies basierte immer auf Wertschätzung und gegenseitigem Respekt. Der Austausch mit Menschen mit deren anderen Blickwinkeln bringt wichtige Erfahrungen für uns und macht uns einen Blick über den eigenen Horizont möglich.

Wir lehnen ausdrücklich jegliche Form von rassistischen, sexistischen und antisemitischen oder anderweitig diskriminierenden Äußerungen und Verhaltensweisen ab.