Rund 4000 neue Bewohnerinnen auf der Johannishöhe

Gestern hat Franka mit viel Anstrengung und auch einigen Stichen einen Bienenschwarm in Klingenberg bergen können. Nach einer Nacht Erholung konnten sie heute in ihr neues zu Hause umziehen. Der Schwarm wurde in unsere schon im letzten Jahr angefertigte Bienenschaubeute umgesiedelt. Es waren viele, viele Bienen, die als Traube an dem Deckel des Schwarmkastens und in ihm saßen. Wir waren alle voller Spannung, ob die Bienen in unsere Schaubeute hineinziehen wollen. Das taten sie dann auch.

Bieneneinlauf

Bieneneinlauf auf der Johannishöhe

Über 80 Bienenkisten-Imker ausgebildet

Vor drei Jahren haben wir Erhard Klein, den Entwickler der Bienenkiste, zum ersten Mal eingeladen. Das erste Jahr mußten wir das Seminar gleich nochmal wiederholen, soviel Interesse gab es an der Bienenkistenidee.

Inzwischen haben über 100 Menschen an den Bienen-Seminaren teilgenommen und über 80 davon imkern mit der Bienenkiste. Mit der Bienenkiste kann man gut einen Anfang in der Bienenhaltung wagen.  Ziel dieser Art von Bienenhaltung ist eine artgerechte bzw. wesensgemäße Bienenhaltung und ein relativ geringer Arbeitsaufwand für den, der die Bienen betreut. Als Anerkennung für die Arbeit läßt sich soviel Honig ernten, dass er für den Eigenbedarf reicht.

Es freut uns, dass wir mit diesem Seminar doch einige Menschen als „Jungimker“ ermutigen konnten. Macht weiter so.

Hier auch noch ein Link zu mellifera – der Bienenorganisation, die sich für eine wesensgemäße Bienenhaltung einsetzt und auch für gentechnik- und pestizidfreie Bienennahrung kämpft.

Die anderen Seiten, die es zu bearbeiten gilt, steht noch aus:

  • die Umwandlung von Rasenflächen in Blühende Wiesen,
  • Das Verbot von Neonikotinoiden – das sind eine Gruppe hochwirksamer Insektizide, die das Nervensystem der Insekten beeinflussen. Das sind nur zwei der vielen Unerträglichkeiten für die Bienen und Wildinsekten.

Deshalb kämpft mit uns für eine Landwirtschaft der Zukunft. Am 5. Juli 2014 in Dresden zur Demo „Wir haben es satt!“

Saatgut von der Johannishöhe

Seit Anfang März gibt es unser Saatgut, abgepackt in kleinen Tütchen, an verschiedenen Orten in Dresden und Tharandt zu erwerben. Das war ein ganzes Stück Arbeit bis wir an dieser Stelle waren:

Nach der Planung im Februar und dem Beginn der Jungpflanzenaufzucht im März beschränkte sich die Gartenarbeit 2013 bis Mitte April auf das Überprüfen der Schneehöhe bzw. des Bodenfrostes. Durch den lange kalten Boden und die Starkregen- und Kälteperiode Ende Mai kamen viele Gemüsesorten (z.B. Gurken, Kürbisse) nur langsam in die Gänge. Diese Verzögerung und ein feuchtkalter September erschwerten die Ausreife der Samen von einigen Sorten beträchtlich.

So ist man als Samengärtner besonders vom Wetter und dem richtigen Erntezeitpunkt abhängig.

Nach der Ernte folgte die Aufbereitung – viele Tage droschen, siebten und puhlten Hai An und ich die Sämereien – eine sehr meditative Arbeit!

Seit dem Jahreswechsel funktioniert unser Steigsichter. Mit diesem Saatgutreinigungsgerät kann bei den meisten Sorten eine größere Reinheit erreicht werden. Um die Qualität des Saatgutes  zu überprüfen, waren Keimtests nötig. Bei jeder Sorte muss eine bestimmte Mindestkeimfähigkeit erreicht werden – ansonsten darf sie nicht verkauft werden.

Ein Großteil der Sorten (~ 60) hat den Keimtest bestanden.

Milana hat die Etiketten entwickelt, für welche Jette und Eva die Bilder zeichneten. In den vergangenen zwei Wochen wurde das Saatgut in Tütchen abgefüllt. Nun wartet es auf den Verkauf in verschiedenen Läden.

*Franka*

Vom Korn zum Plätzchen. Wie die SchülerInnen der Gruppe „Topas“ Plätzchen von Anfang bis zum Ende selber machten.

Zuallererst mussten wir den Weizen natürlich aussäen…
Dazu sind wir auf die Johannishöhe gegangen. Dort mussten wir erstmal Steine vom Feld entfernen. Im Anschluss haben wir den Boden mit Harken gelockert, um endlich den Weizen säen zu können. Als Abschluss mussten wir mit einem Rechen den  Weizen mit lockerer Erde überdecken. Das haben wir an diesem ersten Tag bis Mittag geschafft.
Nach sieben Wochen…
sind wir wieder zu Johannishöhe gefahren und haben uns den Weizen angesehen. Er war nun gut 60 Zentimeter hoch, und wir waren erstaunt, als wir sahen, wie gleichmäßig wir gesät hatten.
Etwa zweieinhalb Monate später…
konnten wir den Weizen dann ernten. Das war nach den Sommerferien. Das war harte Arbeit. An diesem Tag war es besonders heiß und wir mussten den Weizen nahe am Boden mit Sicheln abschneiden. Aus den abgeschnittenen Büscheln haben wir Garben gebunden und diese zu Puppen aufgestellt.

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7. Sächsischer Bauern- und Imkertag am 20. November in Börtewitz

Auch in diesem Jahr organisieren wir im Rahmen unserer Arbeit beim Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen den Sächsischen Bauern- und Imkertag.
Die Zusammenhänge zwischen der Anwendung der Agro-Gentechnik und den derzeitigen Entwicklungen in der Landwirtschaft – massiver Pestizideinsatz, industrielle Tierhaltung, billige Nahrungsmittel – sind systembestimmend. Deshalb haben wir den Sächsischen Bauern- und Imkertag auf die drängenden Fragen der landwirtschaftlichen Praxis ausgeweitet.
Der 7. Sächsische Bauern- und Imkertag findet am Mittwoch, dem 20.11.2013 (Buß- und Bettag) als eine Tagung des Aktionsbündnisses für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Sachsen statt.
Unter der Überschrift „Moderne Landwirtschaft: Irrwege und Auswege“ bietet der Bauern- und Imkertag im Jahr 2013 erneut die Möglichkeit, sich zu informieren, das Neueste aus Politik und Wissenschaft sowie über Zivilcourage zu erfahren, zu diskutieren und gemeinsam mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Standpunkte zu erarbeiten.

PROGRAMM des 7. Sächsischer Bauern- und Imkertag am 20. November in der Kulturscheune Börtewitz

Weizenaussaat mit den Topasen

Auf 250m² wächst nun Sommerweizen in unserem Garten, ausgesät von den Schülern der Stammgruppe „Topas“ der Evangelischen Grundschule in Grumbach.

Es war ein wolkenverhangener Morgen, als die Topase unseren Berg erklommen. Regen war angesagt. Aber es war jetzt höchste Zeit, nach dem langen Winter den Weizen in den Boden zu bringen.

Den Boden des Ackerstreifens hatten wir schon vorbereitet. Zunächst wurden mit den Kindern die großen Steine vom Feld gesammelt. So machten sie sich mit dem Bodenstück erstmal bekannt. Der zweite Schritt war das Trockenüben des Säens: jeder hatte ein Basecap oder eine Schale in der Hand, welche später mit Saatgut gefüllt wurde. Von dort sollen die Körner auf das Feld geworfen werden und zwar so, dass die Körner möglichst gleichmäßig verteilt sind und nicht auf einem Fleck liegen.

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Der Frühling ist da! Einladung zur Singvogelexkursion am 19. April

Das WAR der März – eisig und mit so viel Schnee – jede Woche konnten wir nicht glauben, dass es so noch weitergeht. Mehrmals sind wir durch den Schnee gefahren, um Heu für die Ziegen und Schafe, welches wir im Herbst in Großopitz eingelagert hatten, zu holen. Trotz Schnee haben drei schöne Seminare stattgefunden.

Aber jetzt ist endlich auch hier der Frühling da! Die Vögel singen zwar schon seit zwei Wochen. Aber erst mit dem heutigen Regen werden auch die großen weißen Flächen oberhalb der Johannishöhe verschwinden.

Am 19.4.13 um 17 Uhr laden wir gemeinsam mit Jana Zschille, Diplom-Biologin an der Tharandter Forstzoologie, zu einer Familien-Singvogelexkursion an die Tharandter Hänge ein. Wir wollen wissen, welche Vögel es in unseren Wäldern gibt. Weiterlesen →