Unsere Feldfrüchte

Seit einigen Jahren bewirtschaften wir ca. 3 ha Acker. Während wir anfangs eine Getreidesorte auf der ganzen Fläche angebaut haben und damit eine große Menge Getreide zu vermarkten war, haben wir seit 2017 unsere Fläche in kleinere Schläge unterteilt, um eine bessere Vermarktbarkeit (kleinere Mengen) des Getreides zu erreichen.

Wir bauen in der Fruchtfolge zuerst zwei Jahre Klee oder Luzerne an. Diese geben dem Boden etwas Ruhe und sind als Leguminosen eine gewisse Stickstoffanreicherung. Die Luzerne hat eine tiefe Bodendurchwurzelung und kann damit die in der Landwirtschaft leider so ungeliebten Disteln verdrängen.
Danach wird im nächsten Jahr Weizen angebaut. Meist Winterweizen – denn die Frühjahre lassen den Sommerweizen mit ihrer ungewissen Feuchtigkeit inzwischen sehr im Stich. Das Jahr darauf steht der Roggen auf dem Feld. Nach dem Roggen lohnt es sich eine Zwischenfrucht einzusäen, die dem Boden etwas Gutes tut. Im Frühling wird dann so zeitig wie möglich eine abtragende Feldfrucht eingesät – jetzt hatten wir zwei Jahre Nackthafer. 

Da wir bisher keine Technik für Hackfrüchte (Kartoffeln, Sonnenblumen) haben und auch keine Verwendung für großkörnige Leguminosen, ist unserer Fruchtfolge noch im Aufbau. Für die Bodengesundheit ist es gut, wenn im Laufe der Jahre viele verschiedene Feldfrüchte darauf angebaut werden. Eben auch hier ist Vielfalt gefragt. Doch die Schwierigkeit ist, dass wir uns für jede neue Ackerfrucht uns eine neue Vermarktung ausdenken müssen. – Wir sind noch am Anfang.

Im Laufe der letzten sechs Jahre haben wir unseren kleinen Betrieb immer unabhängiger gemacht. Während wir vor sechs Jahren „Sofabauern*“ waren, pflügt, eggt und drillt Jens inzwischen selbst. Seit Sommer 2018 können wir auch unsere Ernte selbst ernten: wir haben uns entschieden, einen zwar betagten, aber noch sehr fitten Mähdrescher zu kaufen. Damit können wir den Erntezeitpunkt selbst bestimmen, was sich auf die Qualität der Feldfrüchte positiv auswirken sollte.

Weizen, Roggen, Nackthafer könnt ihr gern von uns beziehen.

  • als 1kg Packung auf dem Naturmarkt in Tharandt oder
  • als 25 kg Sack oder
  • im 8-kg-Eimer direkt bei uns oder nach Absprache auch auf dem Naturmarkt.